Gestärkte Tischtücher und Servietten haben etwas Festliches: Der Stoff steht ruhig, die Kanten sind scharf, und die Falten sitzen. Früher gehörte das Stärken zum Alltag, heute ist es eher etwas für besondere Tage. Wer es einmal ausprobiert, merkt, dass es kein Hexenwerk ist. Mit etwas Stärke, Wasser und einem Bügeleisen gelingt es fast jedem, und das Ergebnis lohnt die kleine Mühe.
So wird gestärkt
Wasche und spüle die Textilien zuerst, und lass sie noch etwas feucht. Löse dann Stärkepulver nach der Anleitung auf der Packung in kaltem Wasser auf, und rühre gut um, bis keine Klümpchen mehr da sind. Tauche das Tuch oder die Serviette vollständig ein, und drücke es aus, ohne zu wringen. Der Stoff soll nass sein, aber nicht tropfen.
Bügle die Stücke noch feucht, am besten von links, damit keine glänzenden Stellen entstehen. Beginne mit den Servietten, weil sie kleiner sind und dir die Bewegung erleichtern. Bei einem großen Tischtuch arbeitest du Stück für Stück und legst den fertigen Teil über einen Stuhl. Stelle das Bügeleisen so ein, dass der Stoff es verträgt, und führe es ruhig und gleichmäßig.
Weniger ist mehr. Zu viel Stärke macht den Stoff hart und lässt ihn beim Falten brechen oder schuppen. Nimm im Zweifel eher zu wenig, und stärke bei Bedarf noch einmal nach. Leinen und dichte Baumwolle nehmen Stärke gut an, dünne oder mit Kunstfaser gemischte Stoffe eher schlecht. Prüfe das Ergebnis, bevor du den Tisch deckst.
Nach dem Fest wäschst du die Textilien wieder, denn Stärke bleibt im Stoff und kann sich mit Speiseresten verbinden. Bewahre gestärkte Stücke nicht lange auf, sonst können sich Stockflecken bilden oder Insekten angelockt werden. Wasche sie gründlich, spüle sie gut aus, und lass sie ganz trocknen, bevor sie in den Kasten kommen. Dann sind sie für das nächste Fest bereit. Ein Tipp für Servietten: Falte sie erst nach dem Bügeln, solange sie noch warm sind, dann bleiben die Kanten lange scharf. Lege sie flach in eine Schachtel, bis der Tisch gedeckt wird, damit sie nicht zerdrückt werden.